Dienstag, 27. Februar 2018

Monteverde - Auf Affensuche im Nebelwald

Wer hätte gedacht, dass ich Mal freiwillig und im Urlaub um 6 Uhr aufstehe. Aber hier muss man wirklich jede Stunde nutzen. punkt 18 Uhr ist es stockfinster und dann kann man nur noch essen und ins Bett.
Also sind wir in Montezuma kurz nach Sonnenaufgang losgefahren, haben die Fähre in Paquera um 9 Uhr bekommen und uns dann auf den Weg nach Monteverde gemacht. Es hat mal wieder drei Mal so lange gedauert wie vom Navi angezeigt, unter anderem, weil die Hauptstraßen extrem voll waren und die Schotterpiste mehr als eine Stunde gesperrt wegen Bauarbeiten. Pura Vida!
Unsere Pension entpuppte sich als Jugendherberge, alles sehr einfach und heruntergekommen , aber sehr nett.
Gleich nach der Ankunft eine Nachtwanderung gemacht. Schon toll, mit Taschenlampe durch den Busch zu laufen, aber  Tiere haben wir kaum gesehen. Was Wunder bei dem Betrieb: Diese Wanderungen sind sehr professionell und touristisch aufgezogen. Wir haben uns extra einen privaten Guide genommen. Das war allerdings für die Katz, denn dort, wo die Nachtwanderung los ging, stand ein großes Kassenhäuschen und davor ca 15 Gruppen, auch Schulklassen, die laut schnatternd loszogen. Das Areal ist relativ klein, überall Leute mit Taschenlampen, da machen sich ja selbst die Faultiere vom Acker.
Das Spannendste war eine Hornviper und die vielen Glühwürmchen.
Heute morgen  haben wir Glück gehabt und  auf einen Skywalk im Naturschutzgebiet drei Affen gesehen, aber nur aus der Ferne.
Die Natur ist wirklich überwältigend hier und es macht traurig zu hören, dass die Artenvielfalt in den vergangenen Jahren dramatisch geschrumpft ist. Offenbar wegen des Klimawandels.
Nachmittags haben wir noch einen Ritt durch den Busch gemacht. Extrem ruhige Pferde, aber da hatte auch keines stolpern dürfen. Direkt an einem Steilhang entlang. Absolut wahnsinnig.
Jetzt gibt's noch ein paar Impressionen:


Sonntag, 25. Februar 2018

Abenteuermarsch zum Wasserfall von Montezuma

Über Stock und Stein steil bergauf
Blick aus unserer Unterkunft
Montezuma Wasserfall

Mutproben der jungen Einheimischen

Abendstunden am Strand


Montezuma gefällt uns noch besser als Samara. Wir haben für die zweite Nacht eine Unterkunft für 15 000 Colones gefunden, das sind 22 Euro. Die Lage ist nicht zu toppen,wie ihr an dem Bild sehen könnt. Das zimmer ist  dafür eine Schuhschachtel und das Badezimmer kaum als solches zu bezeichnen. Nur kaltes Wasser. Aber bei 35 Grad kann man das mal machen. 
Hundert Meter weiter von der Pension Lucy ist der Eingang in eine Schlucht, die über extrem abenteuerliche Wege zum Wasserfall fuhrt. Weg ist wirklich das falsche Wort. Man muss sich durch ein Flussbett, von Stein zu Stein hangeln und dann über Baumwurzeln steil nach oben klettern. Mit meinem Knöchel durchaus eine Herausforderung. Aber ich wollte unbedingt den Wasserfall sehen. Es hat sich echt gelohnt und meine Wanderstiefel haben sich bezahlt gemacht. Die Ticos laufen da mit Flipflops hoch. Das ist wirklich unglaublich.
Hier gibt es auch eine Schildkröten Station. Das heißt, Volunteers, die Eier einsammeln, in einem Gehege wieder einbuddeln und die geschlüpften kleinen Schildkröten ins Wasser tragen.
Heute waren leider noch keine geschlüpft. Angeblich soll es morgen so weit sein, aber darauf wollen wir nicht warten. Wir wollen morgen mit der Fähre von Paquera nach Puntarenas  und dann in die Berge nach Montezuma Verde.

Samstag, 24. Februar 2018

Von Samara nach Montezuma

Langsam komme ich nicht mehr nach. Es ist so viel zu berichten, aber wir haben kaum Zeit, da wir ständig auf Achse sind.

In Samara haben wir zwei Nächte verbracht und den Tag uber am Strand relaxed. Heute morgen sind wir die Schotterpiste weiter am Meer entlang nach Montezuma. Eigentlich wollten wir einen Abstecher nach Malpais machen, aber da die zwei Stunden Fahrt, die uns das Navi angab, auch schon wieder fast vier Stunden waren, haben wir verzichtet und sind gleich weiter gefahren.
Die Straßen sind wirklich abenteuerlich, vorallem die Flüsse, durch die wir immer wieder fahren müssen. Meistens warten wir auf ein anderes Auto und schauen erstmal, ob es das schafft.

Montezuma ist ein kleiner alternativer Touristenort, viel Jungvolk, am Strand weden die Joints herumgereicht.

Wir haben oberhalb, vielleicht 300 Meter am Berg, eine nette Cabina gefunden.
Ein einfaches Zimmer mit Bad , Terrasse und wunderschönem Blick auf das Meer.
Frühstück in der Pension Samara
Pool in Samara

Unsere Herberge in Samara
Haustier in Samara
Straßen Bild in Samara

Freitag, 23. Februar 2018

Schildkrötenstrand Nachlese

Playa Ostional

Überall liegen Eierhüllen - wie kaputte Tischtennisbälle

Die erste Herausforderung für unser Leihauto

Albergue Arribas  Ostional

Die Tragik des Schildkröten Strandes:  Er ist komplett verseucht. Hier liegen Hunderttausende  von alten kaputten Eiern im Sand, die voller Bakterien und Milben sind und die frischen Eier angreifen. Die ganze Mühe umsonsr. Es ist wirklich traurig.
Am nächsten Tag geht es weiter nach Samara. Ein wunderschöner Badeort, an dem Hannah auch eine Sprachschule besucht hat.
Die Pension Samara ist sehr zu empfehlen. Supernett und Preiswert. Zweite Reihe, also ohne Strandblick, aber mit einem Leguan als Haustier.
Auf dem Weg dorthin wieder nur Schotterpiste und noch ein paar Flussbetten, die wenig vertrauenswürdig erscheinen.


überall Fluchtwege 

Dorfstraße Playa Ostional

Donnerstag, 22. Februar 2018

Am Tortuga Strand in Ostional

21. Februar 2018

Unsere Freunde hatten es ausgekundschaftet: Wenn  zu dieser Zeit noch Schildkröten ihre Eier ablegen, dann an der Playa Ostional.
Große Hoffnungen machten wir uns zwar nicht, doch da dieser Strand nur ca. 60 Km von der Playa Flamingo entfernt liegt, machten wir uns auf den Weg.
Der erste Tag alleine übrigens und der erste Tag mit einem Leihwagen von Avis.

Als wir unser Online gebuchtes Auto in Empfang nehmen wollten, erlebten wir übrigens eine bose Überraschung:  Statt 670 Dollar sollten wir auf einmal das Dreifache zahlen. Die Versicherung ist hier so hoch, natürlich auch obligatorisch - nur steht davon kein Wort auf der AVIS Website.
Wir fuhlfüh uns total über den Tisch gezogen, d
hatten aber keine andere Wahl, weil ich mit dick verstauchtem Fuss nicht  den Bus nehmen wollte.
Das nur als Warnung an alle für künftige Tripps.
Für die 60 km haben wir rund drei Stunden gebraucht. In Costa Rica darf man nicht nach Km gehen, sondern muss schauen, was der Navi sagt. Gott sei Dank waren wir gewarnt, doch den Zustand der Schotterpiste konnten wir uns echt nicht vorstellen. Ganz abgesehen davon, dass wir auch durch Flüsse mussten, die schon in der Trockenzeit grenzwertig sind.
In Ostional hatte unsere Freundin eine sogenannte Cabina für uns reserviert. Ein einfaches aber sehr sauberes Zimmer, die Adresse lautete: Vor dem Fussball Platz. Europäische Adressen gibt es hier nicht. Eine ganz übliche Anschrift lautet: bis zum Park, dann dritte Straße rechts. 250 Meter hoch und dann das dritte Haus auf der linken Seite.
unsere Herberge haben wir aber tatsächlich auf Anhieb gefunden und uns dann sofort auf die Suche nach einem Schildkröten Guide gemacht. Kein Problem: Playa Ostional ist wie alle Playas ein Strassendorf entlang des Meeres und in diesem steht eine Bude nach der nächsten, in der Schildkröten Führer auf Kundschaft warten. In der ersten Bude hiess es, oh das wird schwierig. Mit Glück sind heute Abend, so ab 19 Uhr, ein oder zwei Schildkröten zu sehen. Aber das sei nicht sicher. Ein paar Schritte weiter hockte ein  sympathischer junger Mann am Strassenrand, den ich ansprach. Im Gegensatz zu dem ersten sagte er,   dass es hier immer Schildkröten gabe, das ganze Jahr über. Gleich käme eine Gruppe, die er führen würde. Wir konnten uns anschließen. Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen. um 17.30 Uhr ging es an den Strand, die Sonne ging gerade unter, aber man konnte noch gut sehen, einige Einheimische badeten noch- und plötzlich tauchte die erste Schildkröte aus der Gischt und schob sich an den Strand. Oder besser gesagt: ließ sich wie ein Stein oder eine Muschel an den Strand spülen. Auf einem relativ kleinen Abschnitt kamen in kurzer Zeit sicher acht Schildkröten an und kämpften sich ans Ufer.
Der ersten schauten wir zu, wie sie einen Platz suchte und zu buddeln anfing. Es war aber wohl nicht richtig, jedenfalls unterbrach sie plötzlich und schob sich weiter. Die zweite Schildkröte war schon weiter, hatte ein großes Loch gebuddelt und fing dann an, ihre Eier abzulegen. Mittlerweile war es finster, unser Guide hatte eine Rotlichtlampe dabei und wir konnten nur Zentimeter entfernt diesen Prozess beobachten. Unglaublich! Es ist wirklich ein unvergessliches Erlebnis, etwas total Archaisches. Zwei Stunden waren wir dabei und haben noch viel erfahren- leider auch, dass die Eier hier keine Chance haben, im Sand ausgebrütet zu werden.
Warum, erzähle ich morgen.

Dienstag, 20. Februar 2018

Urlaub im Paradies





20. Februar

Unsere bescheidene Unterkunft in Playa Flamingo. Inklusive Hausmädchen und Gärtner.
Wie sagte Oscar Wilde doch gleich: Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

Aber nun mal im Ernst:
Diese Traum-Location gehört einem Freund unserer Freunde - einem ehemaligen Kaffeebaron, der uns sein Ferien Domizil sehr günstig vermietet.
 Als er das Anwesen kaufte, war die Playa Flamingo noch einsam und verlassen. Jetzt wird in der Bucht wie wild gebaut und gegenüber liegt das Flamingo Beach Resort - ein oberluxus Hotel und ei landesweit bekannte Tourismus Hochburg.
Für uns ein Glück,  denn so konnten wir für unsere Koffer, die ja erst am Montag einflogen, eine bekannte Adresse angegeben.
Gestern Nachmittag konnten wir sie tatsächlich - nach ein paar "Sex-on-theBeach"  Cocktails in einer Wasserbar in Empfang nehmen.
Damit war die Welt schon fast wieder in Ordnung.
Ich hatte mir nämlich am Abend zuvor den Knöchel böse verknackst und Angst, dass die Gelenkkapsel verletzt ist. Das sah bestimmt elegant aus, wie ich mit Badekleidung und Wanderstiefeln (die einzigen Schuhe, die etwas Halt geben) an der Hotelbar sass 😂
Heute geht es schon wieder besser und ich bin optimistisch, dass ich bald wieder gut zu Fuß sein werde.
Ab Morgen haben wir ein Auto und machen uns allein auf den Weg.